Thema: Heinrich Heine: Der Rabbi von Bacharach.

Diese Wanderung war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Trotz Bahnstreik -hiervon war die privat betriebene Rheinlinie nicht betroffen- und Corona bedingten Einschränkungen genossen 19 Teilnehmer bei herrlichem Spät-sommerwetter einen programmfüllenden Wander-und Erlebnistag.

Dies war in erster Linie den beiden Interpretinnen Editha Brandt und Ingrid Siebel geschul-   det, die sich intensiv und engagiert auf die Thematik des Tages vorbereitet hatten. Während fünf Stopps auf der Stahlbergschleife gewannen die WanderInnen einen umfassenden Einblick in Heines Werk. Während im Wechselgespräch in erster Linie Editha aus Heines Werk rezitierte, sah Ingrid ihre Aufgabe in erläuternden Beiträgen zur Zeitgeschichte, vornehmlich der Situation der Juden im 15. Jahrhundert. Spannend verfolgten wir die Schil-derung der fröhlich versammelten Festversammlung, die sehr bald in eine unheilvolle Entwicklung mündete. Verwoben hierin bestimmte die Jahrhun-derte lang im Volksmund immer wieder aufflackernde Wernerlegende den Verlauf der Handlung. Die Hauptfigur des nur als Fragment gefertigten Werks von Heine konnte allein sich durch Flucht vor dem sich anbahnenden Pogrom und dem sicheren Tod retten.

Die gewonnen Eindrücke noch im Geist verarbeitend, beschloss die fröhlich ge-stimmte Wandergruppe in der äußerst stilvollen Weinstube Altes Haus bei guter Speis und Bacharacher Wein die Veranstaltung, nachdem sich der stellvertretende Vorsitzende Otto Kaiser bei den beiden Interpretinnen und dem Wanderführer bedankt hatte.

Manfred Kaiser