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Die  Herbstfahrt führte uns an die Mosel. Unser Ziel war der Weinort Senheim

 

Die Fahrt führte uns mit Bahn und Bus kürzlich bei herrlichem Herbstwetter an die Mittelmosel, genauer gesagt in den Winzer- und Touristenort Senheim im Moselkrampen. Zunächst stand im Programm der Besuch des Weinmuseums. Hier hat die Familie Schlagkamp-Desoy in drei Generationen ein unbeschreiblich vielseitiges Instrumentarium und Dokumente in Schrift und Bild aller im Weinbau relevanten Gerätschaften der letzten 100 Jahre und früher akribisch gesammelt und anschaulich präsentiert. Am Ende seines Vortrages stießen die begeisterten Zuhörer/innen mit Herrn Schlagkamp auf die kurzweilige, unterhaltsame Instruktion mit einem Glas Secco an. Anschließend lauschte die Gruppe während einer zweistündigen Ortsbegehung den mit Herzblut vorgetragenen Ausführungen des Bildhauers (Töpfer und Zeichner) Christof Anders. Wir erfuhren nach Rundgang im von ihm und diversen Künstlern gestalteten Skulpturenpark, dass um 1835 fast der gesamte Ortskern aus Fachwerkhäusern einer verheerenden Feuersbrunst zum Opfer gefallen war, dann aber auf neuer Grundrißparzellierung wieder erstand. In der Pfarrkirche St. Katharinen staunten wir über ein Altarbil von Conrad Zick (Koblenz). Die sehnsüchtig erwartete Mittagstafel im originellen Schinkenkeller mit typischer Speisekarte und spritzigem Moselwein sorgte für angeregte und stimmungsvolle Unterhaltung. Nach kurzer Busfahrt bis Ellenz-Poltersdorf setzten wir mit der Fähre über die Mosel nach Beilstein. Die Zeit reichte gerade für eine Stipvisite im Dornröschen der Mosel, bevor uns ein Ausflugsschiff nach Cochem brachte. Wir genossen links und rechts des Flusses das bereits im 4. Jh. eindrucksvoll von Ausonius charakterisierte Landschaftsbild.

                                                                                                                                                   Manfred Kaiser