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Die diesjährige Frühjahrsbusfahrt führte uns am 28. April in die mainfränkische Metropole Würzburg.


 

Mit 51 Eifelfreunden statteten wir der mainfränkischen Metropole einen Besuch ab.

   Vom Parkplatz Friedensbrücke machten wir uns zu Fuß mit den Gästeführern/Innen Richtung Zentrum auf den Weg mit kurzer zwischenzeitlicher Information über die geschichtliche Entwicklung der Stadt., die in den letzten Kriegswirren durch die Royal Air Force bis zu 90% zerstört wurde.

   Auf Schritt und Tritt stößt man auf die glorreiche Vergangenheit im Wechsel der bau- und kunstgeschichtlichen Stilepochen; seien es im Dom und Neumünster die Romanik des 11./12. Jahrhunderts, Renaissance am Grafeneckart und Karmeliterkloster, dann dominierend die barocken Prachtbauten. Allen voran das UNESCO-Weltkulturerbe Residenz als Hauptwerk des süddeutschen Barock, eines der bedeutenden Schlösser Europas, 1720-1744 nach Plänen Balthasar Neumanns erbaut.

   Geradezu vom „Bauwurmb“ besessen waren etliche der Würzburger Fürstbischöfe, allen voran die Familien Schönborn. Johann Philipp Franz von Schönborn, gerade den Bischofsthron bestiegen, wollte dieser die Hofhaltung von der Festung Marienburg hinunter in die Stadt verlegen. Er erkannte das große Talent Neumanns und beauftragte ihn mit der Planung der Residenz. Hier besonders zu erwähnen das großartige Treppenhaus mit dem 600 qm freitragenden Deckengemälde des Venezianers Giovanni Battista Tiepolo.

 Nach der individuellen Mittagspause nahmen etliche Reiseteilnehmer die Gelegenheit wahr, die Feste Marienberg zu besteigen, dem barocken Kleinod Käppele - ebenso von Balthasar Neumann geplant - über den Kreuzweg mit 200 Stufen einen Besuch abzustatten, natürlich die Residenz mit Führung zu besichtigen oder auch das Museum am Dom zu besuchen mit Werken von Tilman Riemenschneider - neben Neumann die bedeutendste Künstlerpersön-lichkeit der Stadt -, aber auch modernen Vertretern wie Ernst Barlach und dem ostdeutschen Werner Tübke. Andere wiederum genossen das geschäftige Flair am Markt oder der Alten Mainbrücke mit den über-dimensionalen barocken Skulpturen, wie z. B. dem Hl. Kilian als fränkischem Nationalheiligen oder dem Hl. Nepomuk u. a. m. Idyllisch im sonstigen Stadttrubel das Lusamgärtchen mit Gedenkstein an Walther von der Vogelweide. Auch konnte man den berühmten Steinwein in der Bocksbeutelflasche in den diversen Lokalitäten wie Juliusspital ober dem Bürgerspital genießen. Viel zu schnell mussten wir uns auf den Rückweg machen, erwartete uns doch in Hattenheim im Rheingau im Gutsausschank Kopp zünftiges Winzeressen mit guten Tropfen aus hauseigenem Keller. Durchs Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal erreichten die allseits zufriedenen Reiseteilnehmer wieder unsere Heimatstadt.                                                                                 

Manfred Kaiser